Große Prunk- und Fremdensitzung der Gro-Ka-Ge 2012!

„GroKaGe’s Wilder Westen“ in der Badner Halle

Unterhaltsame Revue zwischen Murg und Death Valley

Nur ein „Fremdgewächs“ im fast fünfstündigen Programm

 

 

Bericht und Sitzungsbilder von Rainer Wollenschneider und Fotoatelier Christiane!

Rastatt(wo). Das Motiv des diesjährigen Kampagneordens hatte schon einen Vorgeschmack darauf gegeben, was das Publikum bei der „Großen Prunk- und Fremdensitzung“ der GroKaGe Rastatt erwarten würde. Während im ersten Teil eine neue Bühnenansicht des Rastatter Schlosses geboten wurde, hatte Ladislaus Zaban mit Team eine Westernstadt mit Perspektiven ins Death Valley auf die Bühne der Badner Halle gezaubert, getreu dem Motto: „GroKaGe’s Wilder Westen“.

 

Hier konnten Präsident Frank Ullrich und Matthias Weiler wieder einmal belegen, was das „Groß“ im Vereinsnamen bedeutet: üppige Ausstattung, ein tolles Bühnenbild und spürbar „großer“ Spaß unter den vielen jungen Aktiven, der sich schließlich auch auf das Publikum übertrug. So bekam man im ersten Teil „Klassisches“ zur Fasnacht geboten und im zweiten dann, ein mitziehendes Westernspektakel.

 

Nach den elf Paukenschlägen von Zeremonienmeister Siegfried Kirchberger und der Eröffnungsmusik der Turf-Combo stellte sich das einzige Fremdgewächs des Abends, der urbadische „Opa Karl“ aus dem Hanauer Land vor. Bei dessen eingestreuten Auftritten mit manchem frivolen Spruch und Sexy-Witzchen trieb er das Stimmungsbarometer hoch. Dazu merkte man, dass bei den verschiedenen Tanzgruppen, von der Mini- bis zur Prinzengarde, toll von den Trainerinnen gearbeitet worden war. Neu in der Bütt agierte Billie Wolfram als „Disco-Feger“, die engagiert mit jugendlichem Schwung viel Temperament zeigte.

 
 

Was wäre die GroKaGe ohne Hans Reuter mit Sohn Christian am „Geflügel“, der sich in diesem Jahr als Sommelier vorstellte. Bei der närrischen Weinprobe bekam OB Pütsch wegen der „mageren“ Waldbegehung sein Fett ab und wurde die Finanzierung der Stadträte verteidigt. Zu den Kritikern:  „Wer nichts tut, der soll die Schnauze halten!“ Zum Grauen-Dach-Spektakel am Schlosspark sang Reuter tenorig: „Glücklich ist, wer vergisst!“

 
Die Rastatter Politessen, Daniela Boos und Jane Hegmann, dagegen befassten sich auch mit dem „Schmerzensgeld“ der Stadträte, wobei doch aus der Stadtkasse, „die Mäuse heulen“ würden. Die beiden „Zettelhexen“ vermerkten zur Schneider-Bauruine in der Bahnhofstraße, dass es nach dem Krieg dort schon einmal so ausgesehen habe. Dann donnerte und wetterte mit seinem politisch-kritischen Vortrag Frank Ullrich als Goldener Mann. Sein Rundumschlag saß, wobei er auf die „Stuttgart 21-Qual“ einging und dem „bösen Wulf“ an der Staatsspitze zurief: „Ehrlichkeit ist eine Zier!“

Dann kam der große Augenblick des GroKage-Programms und nach der Pause ginge es erst so richtig los, als man in der Bühnen-Westernstadt einen enormen Wirbel entfachte. Cowboys und Indianer in gelungenen Kostümen, mitziehende Tänze und Lichteffekte ließen das Publikum auch nach über vier Stunden nicht müde werden. Ein Volltreffer der „Cotton-Eye-Showtanz“ der Jugendgarde und der fantastische Auftritt der Prinzengarde mit einem mitziehenden Can-Can. Was Nachwuchsarbeit bedeutet, zeigten auch die beiden jungen Tanzmariechen, Giulia Rechenbach und Paula Wolfram, im Luxus-Westernoutfit.
 
Als absolute Lachnummer stellte sich der vertrotteltste Sheriff des Wilden Westens vor, verkörpert von Klaus Sutter. Herzerfrischend doof fielen seine präsentierten Späße aus. Man glaubte auch den Yeti persönlich auf der Bühne zu sehen, als Jochen Fuchs den „Mann aus den Bergen“ verkörperte. Als Penner habe man es als Baumfäller und Fallensteller in der Wildnis schwer.

 
 

Da ließ  es sich vor dem monumentalen Finale mit dem Paartanz aller Akteure, Präsident Ullrich als „Häuptling geknickte Feder“ nicht nehmen, in Abwandlung „Bauer sucht Frau“, nach einer Squaw Ausschau zu halten. Hier übertraf sich Andrea Santo als Temperamentbündel, die sich in Slapstickmanier ein Wortgefecht mit der Beerenfee Claudia Zentner lieferte.

Am 11.Februar kommt es bei einer zweiten Prunk- und Fremdensitzung, für die, welche sich auch ‚mal in den Wilden Westen Rastatts begeben wollen.

 

   
   
Hier einige Bilder "hinter der Bühne" und Aufnahmen vor und nach unserer Sitzung

     
     

 

Bei der Ordensverleihung nach der traditionellen Sitzung für unser älteren Mitbürger hat unser Prinz Probleme gehabt, seine Länge passt nicht beim "Knutschen" der etwas kürzeren Helferinnen in der BadnerHalle!!

 

Hier noch Bilder aus

der 2. Sitzung 2012